Der Südwesten Floridas

Neben meinen ganz- oder sogar mehrtägigen Ausflügen in die Everglades, nach Tampa, Key West oder Miami habe ich in den letzten Wochen auch viele kleinere Trips in die nähere Umgebung von Bonita Springs unternommen. Ein paar dieser Ziele möchte ich Euch heute im Blog vorstellen.

Sanibel & Captiva Island

  • Brücke von Fort Myers nach Sanibel Island Brücke von Fort Myers nach Sanibel Island
  • Postkartenmotiv auf Captiva Island Postkartenmotiv auf Captiva Island
  • Die Pelikane und ihr gefiederter weißer Freund haben die Angler nicht ohne Grund fest im Blick Die Pelikane und ihr gefiederter weißer Freund haben die Angler nicht ohne Grund fest im Blick
  • Sonne, blauen Himmel und Palmen findet man auf Captiva Island quasi überall Sonne, blauen Himmel und Palmen findet man auf Captiva Island quasi überall
  • Wie fast überall in Südwestflorida gibt es auch auf Captiva Island größtenteils Naturstrände Wie fast überall in Südwestflorida gibt es auch auf Captiva Island größtenteils Naturstrände
  • Der Leuchtturm auf Sanibel Island war einer der ersten an der Westküste Floridas Der Leuchtturm auf Sanibel Island war einer der ersten an der Westküste Floridas
     

 

Die Südwestküste Floridas ist übersät mit unzähligen Inseln. Viele dieser Inseln sind unbewohnt und dienen ausschließlich verschiedenen Tierarten als Rückzugsort. Dann gibt es jedoch noch jene Inseln, die aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit auch Menschen als Zufluchtsort dienen. Zwei Inseln, auf die genau das zutrifft, sind Sanibel und Captiva Island.

Wenn man in Florida außerhalb von Miami Beach Postkartenmotive sucht, dann wir man hier fündig. Die beiden Inseln, die – durch eine kleine Brücke verbunden – eher wie eine Insel wirken, bieten genügend Motive, um ganze SD-Karten zu füllen. Erreichbar sind Sanibel und Captiva Island über eine knapp 6 Kilometer lange Brücke, die von Fort Myers aus über das offene Meer führt.

Der Name Captiva Island geht übrigens laut einer Erzählung der Einheimischen auf den spanischen Piraten José Gaspar zurück, der im 18ten Jahrhundert auf der Insel seine weiblichen Gefangenen „unterbrachte“.

Zu bieten haben beide Inseln heute vor allen Dingen eins: Nicht enden wollende Traumstrände und Massen an Muscheln. Ein idealer Ort also, um die Seele bei einem langen Spaziergang baumeln zu lassen.

 

Das Venetian Village in Naples

  • Das Venetian Village in Naples Das Venetian Village in Naples
  • Wie im italienischen Vorbild wurden auch im Venetian Village zahlreiche Häuser auf Stelzen erbaut Wie im italienischen Vorbild wurden auch im Venetian Village zahlreiche Häuser auf Stelzen erbaut
  • Im Venetian Village macht es Sinn, ein Boot sein Eigen nennen zu können Im Venetian Village macht es Sinn, ein Boot sein Eigen nennen zu können
  • Villa im Venetian Village Villa im Venetian Village
     

 

Die nächstgrößere Stadt nahe Bonita Springs ist das nur etwa 20 Kilometer südlich gelegene Naples. Nachdem Naples bis in die 1950er Jahre als kleines Fischerdorf ein eher bescheidendes Dasein fristete, sorgte ironischerweise der verheerende Hurrikan Donna in den 1960er Jahren für den Aufschwung der Stadt. Die massiven Zerstörungen in Verbindung mit den daraus resultierenden Versicherungszahlungen wurden vollständig in den Neuaufbau der Stadt investiert. Heute dient Naples vor allen Dingen wohlhabenden Rentern aus aller Welt als Altersruhesitz.

Das an der Westküste Naples gelegene „Venetian Village“ geht ebenfalls auf den Neuaufbau der Stadt zurück und kann seine „künstliche“ Herkunft nicht ganz verleugnen. Trotzdem stellt das „venezianische Dorf“ mit seinen zahlreichen Buchten, Geschäften und Restaurants ein ideales Ziel für einen sonnigen Nachmittag dar. Besonders mit einem Glas Bier oder Wein macht es durchaus Spaß, den Blick über die weiten Wasserflächen schweifen zu lassen.

 

Das Big Cypress National Preserve

  • Ein idyllisches Biotop im Big Cypress National Preserve Ein idyllisches Biotop im Big Cypress National Preserve
  • Auf den ersten Blick kaum zu erkennen: Ein Alligator genießt Sonne und Ruhe Auf den ersten Blick kaum zu erkennen: Ein Alligator genießt Sonne und Ruhe
  • Wendig und schnell: Eine Smaragdeidechse Wendig und schnell: Eine Smaragdeidechse
  • Eine Würgefeige im Big Cypress National Preserve Eine Würgefeige im Big Cypress National Preserve
  • Eine ca. daumengroße Heuschrecke im Big Cypress National Preserve Eine ca. daumengroße Heuschrecke im Big Cypress National Preserve
     

 

Bereits vor einigen Wochen habe ich hier im Blog über meinen ersten Ausflug in die Everglades berichtet. Dieser hat mich vor allen Dingen in die äußeren, zum Meer gelegenen Gebiete geführt. Doch gerade landeinwärts bieten die Everglades ein vielschichtiges und abwechslungsreiches Bild.

Da die Everglades aufgrund ihres sumpfigen Untergrunds zu Fuß nur schlecht zu erkunden sind, wurden an ausgewählten Stellen sogenannte „Boardwalks“ in die Everglades hineingebaut: Lange Holzstege, auf denen man zum Teil kilometerweit in die Everglades hineingehen kann – ohne sich nasse Füße zu holen oder den zahlreichen Alligatoren, Schlangen und Skorpionen zu nahe zu kommen,

Einer dieser Boardwalks befindet sich im Big Cypress National Preserve, einem Naturschutzgebiet, welches nur eine Autostunde von Bonita Springs entfernt liegt. Unglücklicherweise besuche ich den Boardwalk zur gänzlich ungünstigsten Zeit des Tages, nämlich genau während der brütenden Mittagssonne. Zu dieser Zeit verkriechen sich die meisten Tierarten in den kühleren Gebieten des Urwalds. Trotzdem bietet der Rundgang einen interessanten Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der Everglades.

 

Der Barefoot Beach in Bonita Springs

  • Naturstrand mit breitem Grünstreifen: der Barefoot Beach Naturstrand mit breitem Grünstreifen: der Barefoot Beach
  • Der Barefoot Beach in Bonita Springs mit Naples im Hintergrund Der Barefoot Beach in Bonita Springs mit Naples im Hintergrund
  • Ich habe nicht den blassesten Schimmer, welcher Art diese Vögel angehören - auf jeden Fall laufen die lustigen Viecher hier überall herum Ich habe nicht den blassesten Schimmer, welcher Art diese Vögel angehören - auf jeden Fall laufen die lustigen Viecher hier überall herum
  • Mit jeder Flut werden wieder abertausende Muscheln an die Strände angespült Mit jeder Flut werden wieder abertausende Muscheln an die Strände angespült
  • Schildkröte am Barefoot Beach Schildkröte am Barefoot Beach
     

 

Wenn man an Florida denkt, dann kommen einem natürlich zuerst Sonne, Strand und Palmen in den Sinn. Wenn man jedoch vorher schon einmal auf Mallorca oder einer der griechischen Inseln gewesen ist, dann bieten die Strände hier vor Ort einige Überraschungen.

Anders als in den europäischen Touristenzentren sind die meisten Strände in Florida nämlich als Naturstrände angelegt. Die Dünen und der vorgelagerte Grünstreifen dürfen nicht betreten werden, denn hier leben unter anderem seltene Vogelarten sowie Schildkröten.

Und auch die Strände selbst bieten nicht das aus Europa gewohnte Bild: Keine Sonnenliegen, keine Strandbars und keine Jetski-Vermieter, die um die Gunst ihrer Kunden werben. Hier ist alles deutlich ruhiger. Seinen Klappstuhl bringt man sich selber von zu Hause mit. Die Zeit am Strand verbringt man mit dem Sammeln von Muscheln oder mit dem Beobachten von Vögeln. Und natürlich genießt man die Sonne und den herrlichen Ausblick auf den Golf von Mexiko.

Das alles hat durchaus seinen Vorteil. Außerhalb einiger deutscher Inseln habe ich solch eine Ruhe am Strand bislang nicht erlebt. Nur dass ich diese Ruhe in Florida nicht erwartet hätte…

 

Der Bonefish Grill in Bonita Springs

  • Der Bonefisch Grill in Bonita Springs Der Bonefisch Grill in Bonita Springs
  • Der Bonefish Grill ist eines der gemütlichsten und leckersten Restaurants hier in der Gegend Der Bonefish Grill ist eines der gemütlichsten und leckersten Restaurants hier in der Gegend
  • Dass das Restaurant einer Kette mit zig Niederlassungen in den USA angehört spürt man nicht im Geringsten Dass das Restaurant einer Kette mit zig Niederlassungen in den USA angehört spürt man nicht im Geringsten
     

 

Nicht wirklich ein touristisches Highlight, trotzdem immer einen Besuch wert: Der Bonefish Grill ist sowohl Bar als auch Restaurant und liegt nur wenige Gehminuten von meinem Hotel entfernt. Eher durch Zufall bin ich auf diese Lokalität aufmerksam geworden, war inzwischen jedoch schon vier Mal dort und war immer begeistert.

Das gemütliche Ambiente, das nette Servicepersonal und das verdammt leckere Essen haben mich vollends überzeugt. Wer einmal in den USA sein sollte, dem kann ich einen Besuch des Bonefish Grill auf jeden Fall ans Herz legen. Das Restaurant gehört nämlich einer Kette mit zig Niederlassungen in den USA an. Vor allen Dingen die Fischgerichte, der Kobe Burger und die unglaublich leckeren Vorspeisen sind meiner Meinung nach einen Besuch wert.

Witzigerweise macht übrigens Neil Patrick Harris in seiner Paraderolle als Barney Stinson ( „How I Met Your Mother“) im US-Radio sehr originelle Werbung für den Bonefish Grill.

Morgen verlasse ich nach vier Wochen Bonita Springs und mache mich noch einmal auf den Weg an die Ostküste Floridas – genauer gesagt nach Miami. Wie bereits gestern angekündigt werde ich von dort aus noch einmal ausführlich berichten. In diesem Sinne: „Welcome to Miami“ 😉

Ein Gedanke zu „Der Südwesten Floridas

  • 4. Mai 2014 um 18:06
    Permalink

    Ein Hallo aus Vehlage,
    der Schreitvogel am Strand ist ein Nimmersatt. Er gehört zur Familie der Störche.
    Viel Spaß noch in der Botanik und Zoologie Floridas.
    Gisela

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.